Wer im Juni schon einmal in Dänemark war, hat sicherlich schon mal erlebt, das am 23. diesesen Monats abends am Strand große Feuer angezündet werden, gefeiert, gesungen und Reden gehalten werden. und gesungen wird. Auf diesem Feuer wird eine Stroh - Hexe verbrannt. Sankt Hans nennen das die Dänen.
Aber was hat es damit auf sich?
Diese Geschichte, die dahinter steckt, ist genauso interessant wie die dänischen Tradtionen an sich.
Am 5.Mai, ist Tag der Befreiuung. nach dem zweiten Weltkrieg. Es ist nach wie vor ein Brauch, Kerzen in die Fenster zu stellen um das Ende der Besetzung und Dunkelheit zu feiern.
Das Pfingstwochenende widmen sich die Dänen wieder voll und ganz ihren Familien. Sie besuchen einander! Durchaus kommt es des öfteren vor, dass diese treffen etwas ausartet, daher kommt auch der Ausdruck die Pfingstsonne auf dem Wasser tanzen zu sehen.
Sankt Hans
Die Tage, im Jahr, werden kürzer und länger, was mit unserem Jahreskreis zu tun hat. Im Sommer wird die Sommersonnenwende gefeiert im Dezember die Wintersonnenwende.
Es ist der längste Tag des Jahres, andem Sankt Hans stattfindet. Die Natur ist voller Kraft, die Abergläubischen meinten früher, dass diese Kraft magisch sei. In dieser Nacht, haben "kluge Frauen und Männer" die damals Ärzte waren, viele Heilkräuter eingesammelt die dann im Laufe des Jahres als Heilmittel eingesetzt wurden. Es ist ein uralter Brauch, an diesem Tag die Sommersonnenwende zu feiern, obwohl früher in Bauerngemeinden des öfteren noch Feuer angezündet wurden, z.B. an Pfingsten und am Valborgabend ( 30.April ). Nach und nach wurde jedoch der Brauch nur bei Sankthans eingesetzt teils auch auf verschiedenen Art und Weisen. Sei es eben am Strand oder auch an manchen Orten, wo kleine Strohballen an einer langen Stange befestigt, und angezündet wurden.
Ursprünglich sollten die Feuer mit "Neuem Feuer" - welches beim reiben zweier Holzstücke aneinander, entfacht angezündet werden, weil nur dieses Feuer das Böse abwehrt. Das Feuer zu Sankhans ist also kein Hinrichtungsfeuer, sondern ein Feuer, um die bösen Kräfte die in dieser Nacht aktiv sind, abzuwehren. Oft wurden die Feuer auf Erhebungen angezündet, damit man sie weit sehen konnte.
An Sankthans ist es üblich eine Rede zu halten, die, die Kräfte des Dunkels besiegen soll. Danach wird dann das traditionelle Mittsommer-Lied gesungen, dessen einleitender Vers lautet: "Wir lieben unser Land, aber am meisten an Mittsommer..."
Die Hexen hatten immer eine besondere Bedeutung bei den Bräuchen. Viele Menschen haben geglaubt, dass Hexen an diesen Tagen besonders aktiv waren. Sie sollen Zutaten für ihre Hexereien gesammelt haben und zum Hexentreffen bei Troms Kirche oder Blockbjerg (Brocken) im Harz auf ihren Besenstielen geflogen sein. Das Feuer sollte sie wegscheuchen und verhindern, dass sie landen konnten. Oben auf der Spitze des Holzstoßes ist eine Puppe angebracht, die eine Hexe auf einem Besenstiel darstellt. Wenn der Holzstoß dann angezündet wird und auch die Puppe Feuer fängt, heißt es nach dem Volksmund, daß die Hexe zum Blocksberg fliegt -ein Symbol für die Vertreibung des Bösen.
Der Brauch, eine Hexenpuppe auf dem Feuer zu verbrennen, ist noch nicht so lange verbreitet. Erst Ende des vorherigen Jahrhunderts kam eine Gruppe deutscher Einwanderer nach Dänemark die diesen Brauch in der Nähe von Kalundborg bekannt gemacht haben. Sehr verbreitet war es, Strohpuppen, die gruselige Figuren darstellten, zu verbrennen.
Jahrhunderte war es Tradition zu Sankthans eine Quelle zu besuchen. Die Kraft der Quelle war dann am stärksten. Die Quelle Helene bei Tisvilde ist eine der ganz Großen. Menschen kamen aus ganz Seeland, um das Wasser zu trinken und dort zu übernachten. Viele dieser Quellen waren bis zur unserer Zeit sehr beliebt.
Um St. Martin herrum, ist man Gans und Hvede brod. Das gibt es nur an St. Martin. Einen Laternenumzug, so wie wir ihn hier in Deutschland kennen, gibt es gar nicht.

Home